Die Freie Klasse macht Schule, in dem sie eine Schule errichtet und stellt damit ihren eigenen Ansatz der radikalen künstlerischen Kritik an der akademischen Ausbildung, den sie erstmals 1986 gegenüber der Lehre an der Akademie der Bildenden Künste in München erprobte, auf einen breiteren Boden. Sie begreift Schule als informellen Zusammenschluss von Anhängern bestimmter Haltungen, Konzepte, Lehrmeinungen, wie es sie in der Kunst, Gestaltung, Philosophie usw. immer wieder gegeben hat. Sie reagiert damit gleichzeitig auf den Zustand der öffentlichen Schule, der immer weniger an Individuen und ihren Interessen liegt und die ihre Ziele nur noch an kurzsichtigen Profilen aus der Wirtschaft orientiert. Die Freie Klasse macht Schule, eine Schule, die nicht den Anspruch hat alles zu können, aber vieles zu versuchen.

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